[Annabelle]Der Geisterbann

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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Fr Dez 07, 2012 5:21 pm

"Sophia, wie schön Sie zu sehen!" Annabelle ist erleichtert und aufrichtig erfreut. Sophia spürt an der ihr entgegenwallenden Energie, dass das Mädchen ihr jetzt die Hände drücken würde, so dies möglich wäre. "Stellen Sie sich vor, Tiziano und ich machen ein Experiment!", sprudelt es aus Annabelle heraus. "Wir wollen probieren, ob er auch heimlich mit seiner Apparatur Leute photographieren könnte, damit sich die nicht immer so verstellen!" Dann fällt Annabelle ein, dass Sophia wahrscheinlich ohnehin die ganze Zeit in der Nähe gewesen ist und alles mitbekommen hat.

'Ach, wie einfältig ich doch bin!'

"Wie dumm von mir, das wissen Sie sicher ohnehin. - Aber ist das nicht aufregend?" Annabelles Energie hat sich auch auf ihren Körper übertragen, sie scheint gar nicht stillstehen zu können. Ständig zappelt sie herum. Genauso zappelig sausen ihr die Gedanken durch den Kopf. Und so kommt es, dass einer von ihnen wieder vorbeischaut, der eigentlich bereits vergessen war. Und diesmal ist jemand da, den sie fragen kann: "Sagen Sie, wissen Sie, ob ein Geist in einen Vampir fahren kann .... und ihn dann irgendwie beeinflusst oder so?"
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Fr Dez 07, 2012 8:06 pm

Sophia lächelt abermals, "Ich bin nicht allwissend und allgegewärtig, das ist nur Gott. Allerdings habe ich die Vorbereitungen zu dem Experiment mitbekommen- es ist beinahe unmöglich dies nicht zu bemerken." Ein leises Lachen des Geistes überträgt sich auf den Raum.

Es tat ihr gut, ihre Nachfahrin so mit Leben und Freude erfüllt zu sehen.

Doch die Frage nach der Besessenheit löscht das Lächeln aus ihrem Gesicht und Annabelle spürt das es leicht kühler im Raum wird, "Es ist möglich.....manche Geister wollen so am Leben anteil haben, andere sind einfach nur böse und manche werden von Anwendern der dunklen Künste dazu gezwungen. Hast Du einen Verdacht? Wer ist es...?" und Annabelle spürt wie als Nachhall zu dieser Frage, ' doch hoffentlich nicht mein Bruder ', aber sie ist sich nicht sicher, ob sie dieses wirklich wahrgenommen hat.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Fr Dez 07, 2012 8:24 pm

"Ich habe ja schon erfahren, dass Geister in Menschen fahren können - aber in einen Vampir? Ist das wirklich möglich?" Leichte Besorgnis schwingt in Annabelles Stimme mit.

'Und wie kann ich MICH schützen? Verhindern, dass das mal MIR passiert? Ist ja nicht so, dass ich nie mit Geistern Umgang hätte.'

Das Mädchen verharrt nun, ganz in ihren Überlegungen aufgehend, grüblerisch und ruhig.
"Nun ja, also Verdacht ist zuviel gesagt. Mir kam nur der vage Gedanke, dass das eine Möglichkeit sein könnte, falls das überhaupt funktioniert ...... Es ist so, dass mir Tiziano berichtete, dass sich der Earl of Trendmore sehr merkwürdig verhält, seit er sein Childe erschaffen hat. Er soll nun Wesenszüge zeigen, die er vorher nicht präsentierte. Tiziano sagte, er genoss es, den sterblichen Freund von Lord Bentley zu quälen. Und ausserdem malt er jetzt wie ein Besessener, wo er sich doch vorher jedes Bild mühsam abringen musste. Das klingt schon alles sehr merkwürdig. Und ich dachte halt, da die Embrace am Abend nach der Mumienparty stattfand, ob da nicht ein Zusammenhang bestehen könnte. Vor allem, da es da ja diesen seltsamen Geisterbann am Vorabend gegeben hatte ....... Oder Wahnsinn ist über ihn gekommen ...... Ob der Geist [mind] eines Vampires zerbrechen kann, wenn er sein Blut weitergibt ..... oder zumindest einen Sprung bekommen...?"

/ooc: Der Toreador-Primogen hat also einen Sprung in der Schüssel! Razz
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Fr Dez 07, 2012 8:48 pm

"Ja, es ist möglich, aber ein Geist der nach dem Leben sucht, wird sich wohl eher keinen Vampir aussuchen", sagt Sophia wehmütig lächelnd. "Es ist auch sicherlich schwieriger den Geist eines Vampirs unter Kontrolle zu bringen und zu halten. Hab also keine Angst, dass einer von uns von dir Besitz ergreifen könnte- du bist wohl am Besten gewappnet.
Bei dem Earl vermute ich allerdings, dass er die Kontrolle über seiner inneren Dunkelheit verloren hat, zumindestens für einige Zeit. Mein Bruder hält ihn für schwach, aber dennoch sind die beiden befreundet"
Sie runzelt die Stirn, so als würde sie nachdenken, dann scheint sie ihre Gedanken mit einem Schulterzucken abzutun, "wahrscheinlich erinnert ihn der Ghoul an einen anderen Toreador, den er kannte. Trotzdem würde er es nicht dulden, dass es hier ein Vampir gibt, der die Kontrolle über sich verloren hat".

Plötzlich ertönt die Stimme von Tiziano, "Wir sind fertig! Es geht! Es geht wirklich!"
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Fr Dez 07, 2012 9:09 pm

'Dem Himmel sei Dank!'

Erleichterung durchflutet Annabelle. "Wahrscheinlich haben Sie recht. Die Dunkelheit greift nach allen von uns von Zeit zu Zeit - nur ist ihr Antlitz bei jedem ein anderes. Allerdings scheint das Ganze Tiziano die -"
In diesem Moment ertönt das jubelnde Rufen des eben Erwähnten aus dem Nebenraum. Annabelles Blick zuckt unwillkürlich zur Verbindungstür der Zimmer. Ein triumphierendes Lächeln. "Ich komme gleich zu dir!", ruft sie hinüber. Dann kehrt ihre Aufmerksamkeit zu der geisterhaften Erscheinung zurück, das Lächeln weicht. "Irgendetwas daran macht ihm zu schaffen. Er versuchte, es zu überspielen, aber vergebens. Er wirkte gequält. Ob es damit zu tun hat, dass ein Sterblicher wie er das Opfer war?" Leichte Besorgnis schwingt in ihrer Stimme mit. Der Mann im Nebenraum ist nicht einfach ein Ghoul, ein mit Blut abhängig gemachter Diener, für sie. Vielmehr ist er ihr bester Freund, wie der Bruder, den sie nicht hatte. Der grosse Bruder, zu dem die kleine Schwester aufsieht, ihn bewundert und abgöttisch liebt. Er, der eigentlich an ihrer statt den unsterblichen Kuss empfangen hätte sollen, ist nun der einzige, der Annabelle, die Vampirin, und das kleine, wissbegierige, sterbliche Mädchen von damals verbindet. Und ihm gehört ihr ganzes Herz.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Sa Dez 08, 2012 10:48 am

"Ja so wird es wohl sein. Vielleicht ist es aber auch deswegen, weil er in dieser Geschichte den Part hatte den Menschen abzulenken. Während dieser "Ablenkung" allerdings haben die Beiden angefangen zusammenzuarbeiten. Es ist nicht so unwahrscheinlich, dass ihn jetzt Schuldgefühle plagen, wenn er an seine Rolle in dem Ganzen denkt.", sie blickt dann auch in Richtung Nebenraum.

"Geh ruhig, euer Experiment wartet und ich fürchte, dass Wachs der Kerzen wird wohl nicht mehr lange der Belastung standhalten."
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Sa Dez 08, 2012 9:25 pm

Annabelles Blick folgt dem Sophias. Ihre Augen beginnen wieder aufgeregt zu funkeln, ihr Gesicht zu strahlen.
"Ich danke Ihnen. Es tut so gut, mit jemandem über solche Dinge sprechen zu können. Aber ich denke, ich sollte wirklich jetzt gehen." Sprichts und eilt schon zur Türe. Mit Schwung öffnet sie deren Flügel und stürmt erwartungsvoll in das Zimmer.

Aaaaaaaaaah! Feuer! Flammen! Wir brennen!

Der ganze Raum ist gleissend hell, überall züngeln Flammen, die noch dazu in Spiegeln und Fensterscheiben reflektiert werden. Stickige Wärme steht wie eine Wand, auf der kalten Haut fühlt sich der abrupte Temperaturwechsel richtiggehend heiss an. Es handelt sich zwar nur um die Kerzen und Lampen, die zur Beleuchtung entzündet worden sind, aber für Annabelle und vor allem das urtümliche Biest in ihrem Innersten scheint es, als würde der Raum in Flammen stehen. In Sekundenbruchteilen fahren nadelspitze Fangzähne aus dem Oberkiefer der Vampirin, ihre Augen werden blutrot, ihr Gesicht verzerrt sich in Panik. Mit einem unmenschlichen Fauchen wirft sie sich herum und taucht rasend schnell in die kühle und relativ dunkle Sicherheit des Nebenzimmers, aus dem sie gerade erst gekommen ist, ein.

Weg! Weiter weg!

Auch hier kennt sie noch kein Halten. In ihrem Inneren tobt diese uralte Furcht, in diesem Moment ist sie reiner Instinkt, der Mensch ist verschwunden unter diesem Ansturm. Das Tier hetzt durch die Gänge des Hauses, bis sich ein Weg nach draussen eröffnet - ein halboffenes Fenster! Die kalte Nachtluft und die Schatten verschlucken die Rasende, bieten den Schutz, den sie nun so verzweifelt sucht.

Tintenschwarz ist es unter den überhängenden Ästen des alten Baumes. Hierhin flüchtet sie. Sprungbereit kauert sie am Boden, blickt zum Haus. Doch statt des flammenden Infernos bietet sich der heimelige Anblick erleuchteter Fenster in der Nacht - auch wenn einige etwas heller sind als üblich.

Die Panik wird schwächer, der Blick klarer. Die Muskeln entspannen sich zusehends. Die Fratze glättet sich, wird wieder zu einem lieblichen Gesicht. Die raubtierhaften Zähne verschwinden. Der Mensch und mit ihm die Vernunft kommen wieder zum Vorschein.

'Oh Gott, wie peinlich.'
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Sa Dez 08, 2012 11:03 pm

/ooc: Ich versuchs gleich hier mal ohne Signatur Wink

Du hast mir die ganze Arbeit mit dem Biest abgenommen scratch

/ic:
Doch dann in der Nachtkühle erinnert sich Annabelle an etwas anderes. Die Farben, sie sie durch all die Flammen gesehen hatte waren so intensiv gewesen. So mussten sie auch damals ausgesehen haben, wenn sie sie im Sonnenlicht wahrgenommen hatten.

"Annabelle!", klingt es durch den Park. Es ist Tiziano, der sie sucht. Vorsichtig geht er in der Dunkelheit, bereit zur Flucht. Oh was hatte er wieder angestellt. Er hatte Annabelle furchtbar erschreckt, sie in den Zustand namens Rötschreck versetzt. Sie musste ihn jetzt wohl hassen; er bedauerte es sehr und wünschte sich die Zeit zurückdrehen zu können. Tränen fingen an seine Wangen hinunterzulaufen.
Sein Herr und Onkel würde wahrhaft böse mit ihm sein. Warum hatte er nicht nachgedacht. All die Kerzen! Wie lange wusste er jetzt schon, dass Vampire das Feuer fürchteten. Fast 800 Jahre! Da gab es keine Entschuldigung.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am So Dez 09, 2012 9:00 am

Annabelle richtet sich wieder auf. Sie saugt die Ruhe und Kühle der Schatten ein, um die Wogen in ihr zu glätten. Eine Weile bleibt sie so stehen, die Erinnerung an diese lebendigen Farben vor Augen. Ehrfürchtig. Sehnsüchtig.

Ein Wort dringt zu ihr, ihr Name. Sie öffnet die Augen und sieht sich um, da bemerkt sie die Gestalt des Suchenden.

Er bewegt sich wie Beute.

Die kleine Vampirin schluckt das Grollen, das in ihrer Kehle hochsteigt, hinunter. 'NEIN!!!' Ein Schrecken durchzuckt sie, doch sofort unterdrückt sie ihn. Sie darf die Bestie nicht stärken, indem sie Schwäche zeigt. 'Du hast dich heute schon mehr als genug aufgeführt!' Annabelle holt tief Luft. Ihre Lungen füllen sich mit der Kälte der Nachtluft, die sich auf die Hitze des Biestes legt. Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen. Da, wo ihr Körper den Sauerstoff nicht mehr benötigt, gewinnt der Geist Kraft. Kraft, um diese urtümliche Gewalt in den Tiefen der Seele zu beherrschen. Sie ganz tief und fest hinunterzudrücken. Weg von der Oberfläche, weg von der Welt.

Wieder ruhig, wendet Annabelle die Aufmerksamkeit nach aussen. Tiziano ist näher gekommen. Im Mondlicht glänzt etwas auf seinem Gesicht.

'? .... Weint er etwa? Aber warum? ICH habe mich doch so schrecklich benommen.' Und wieder, wie so oft an diesem Abend, fühlt sie ihre Sorge um ihn.

Leise tritt sie aus den Schatten. Und fast ebenso leise, doch voller Gefühl erklingt ihre Stimme:
"Weinst du etwa?"

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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am So Dez 09, 2012 5:33 pm

Tiziano fährt kurz erschrocken auf, schnell wischt er sich die Tränen in den Ärmel, "Annabelle, es tut mir so leid. Ich bin vielleicht ein Idiot! Bitte, verzeih mir!", stammelt er hervor. Die Frage nach dem Weinen beantwortet er nicht, die Zeiten haben sie geändert, ein Mann weint nicht mehr in der Öffentlichkeit.
Er hat Angst vor dem was nun wohl folgen wird, sie wird ihn wegschicken, nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen. Er würde einfach nur noch der Ghoul an der Seite ihres Sires sein- so wie es sich für Lasombra gehört, sagt eine leise, traurige Stimme in ihm.
Sie war für ihn aber soetwas wie eine kleine Schwester, die es zu beschützen galt, wobei es gerade bewiesen hatte, dass er dazu gar nicht in der Lage war.
Vor der ordentlichen Tracht Prügel, die ihm bei seinem Herrn bevor stand fürchtete er sich hingegen nicht.

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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am So Dez 09, 2012 6:39 pm

'Ach, was soll's. Maman, du wirst mir das verzeihen.'

Als sie ihn dastehen sieht wie ein Häuflein Elend, wirft sie ihre ganze Erziehung über Bord. Sie tritt an ihn heran und greift nach seinen Händen. Die erste Berührung ist so kalt wie Marmor in einer Kirche, aber schnell erwärmen sich die kleinen Hände, die die grossen halten, werden menschlich. Annabelle spricht kein Wort, zieht den jungen Mann einfach zu sich heran. Sie blickt ihn an. Keine Spur von Ärger, Kälte oder Ablehnung, vielmehr Liebe und Fürsorge, sowie ein klein wenig von dem Schmerz, an dem sie Anteil nimmt, kann er darin entdecken. Ihre Hände ziehen ihn nach unten. Es ist nicht die Kraft eines Vampirs, die ihn zu Boden zwingt, lediglich die eines Kindes. Er muss dem Impuls nicht folgen. Sie will eigentlich nur, dass er nicht wie ein Baum vor ihr aufragt, möchte ihm gerade in die Augen schauen können.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am So Dez 09, 2012 10:57 pm

Er folgt dem Impuls und geht in die Hocke. Verwundert sieht er in ihre Augen. Sie hat ihre Hände angewärmt, extra für ihn, fällt ihm auf. Die Masquerade ihm gegenüber ist doch gar nicht nötig. Er war schon solange Ghoul, aber niemals hatte ein Vampir darauf Rücksicht genommen, dass er eigentlich immer noch ein Mensch ist.

Er sieht es in ihren Augen, dass sie ähnlich für ihn empfindet, wie er für sie. "Sorellina!*", kommt es über seine Lippen und im selben Moment hätte er sich am liebsten auf die Zunge gebissen, dass dieses Wort direkt aus seinem Herzen über seinen Mund entflohen ist.

*kleine Schwester

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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Mo Dez 10, 2012 7:02 am

Vorsichtig legt sie die Hände an seine Schläfen, nimmt seinen Kopf in ihre Hände. Sie blickt ihm offen und tief in die Augen. "Weisst du denn noch immer nicht, dass du das Wichtigste in meiner Existenz bist? Ich liebe dich. Du bist doch MEIN Tiziano." Und er hört es genau, dieses "mein" ist nicht der Besitzanspruch eines Vampirs auf ein Ding, ein minderwertiges Leben, wie ihn die Untoten so oft anmelden. Es ist die Verbundenheit zweier Herzen, vielleicht sogar zweier Seelen, die da spricht.
Annabelle geht den halben Schritt, der sie voneinander trennt, auf ihn zu. Sie zieht seinen Kopf zu sich heran, so dass er jetzt an ihrer Brust ruht. Dank des Blutes kann Tiziano sogar ganz leise und langsam ihr Herz schlagen hören. Sie küsst ihn sacht ins Haar. "Wir sollten nicht diese Schranken zwischen uns haben. Du kannst mir alles sagen, mit mir alles teilen, was dich bedrückt. Und du kannst mir auch deine Tränen zeigen. Ich werde dich nie verurteilen." Trotz der Tatsache, dass er ein Mann ist und sie nur ein kleines Mädchen, trotz des riesigen Unterschieds an Jahren zwischen ihnen beiden, hüllt sie ihn nun ein in fast mütterliche Wärme.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Lord Bentley Cunningham am Mo Dez 10, 2012 7:34 am

/ooc: Wow! Da rinnt aber eh auch heftig das Schmalz! Hihi... Razz
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Mo Dez 10, 2012 8:03 am

Lord Bentley Cunningham schrieb:/ooc: Wow! Da rinnt aber eh auch heftig das Schmalz! Hihi... Razz

/ooc: tongue Vielleicht habt Ihr mich ja angesteckt - bin sozusagen auf Eurem Schmalz ausgerutscht. Wink
Eigentlich ist der Storyteller da ein bisserl schuld, weil sie mir diese Vorlagen liefert mit dem einzigen Charakter, der meinem Charakter menschlich so nahe steht. Mit Sophia (v.a.) und ihrem Sire ist sie auch sehr eng, aber auf einem ganz anderen Level. Ausserdem regt dieses viktorianische Geschnörksel echt dazu an. Naja, und wie gesagt, vielleicht ist es ja auch von Bentley und Preston rübergetrieft. Wink
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Mo Dez 10, 2012 8:30 am

/ooc: Aha, ich seh schon. Ich binwieder schuld Rolling Eyes

Das gemeinsame unterbewusste Biest von Manchester ist grantig und haengt vor Manchester eine Warnung fuer andere Biester auf: Vorsicht! Freilaufende Ghoule! afro

So muss an die Bench und was tun fuer mein Gehalt.

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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Mo Dez 10, 2012 8:41 am

/ooc: Genau, Du bist schuld daran, dass ich mich königlich amüsiere. king Damit musst Du einfach leben.
Und an das kollektive Biest: Keine Sorge, die kleine Annabelle kann auch ein ganz hundsgemeiner Vampir sein. Twisted Evil
Ich finde es nur toll, hier auch die Möglichkeit zu haben, das Innenleben meines Charakters auszuloten. Wie sie zu wem und was steht. Das hilft mir später am Tisch, sie griffiger zu haben beim Spielen.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Mo Dez 10, 2012 10:21 pm

Tiziano ruht für einen Moment in diesem Augenblick. Es ist schon sehr lange her, dass er mütterliche Zuneigen gespürt hatte und später hatte er sich immer gefragt, warum seine Mutter ihm überhaupt Zuneigung entgegenbringen konnte.

Er blickte auf zu der Vampirin, die er als seine kleine Schwester sah, die in Wahrheit aber eine Cousine xten Grades war. Auf jeden Fall Teil seiner Familie. Konnte er ihr wirklich alles erzählen, was sein Herz beschwerte. Musste sie ihn nicht schon alleine deswegen verurteilen, wie er Teil dieser Familie wurde. Es brannte ihm auf der Seele, deshalb fing er an, "Weisst Du, ich bin ein Bastard....", er konnte nicht weiterreden, wie sollte er Annabelle das erklären. Erinnerungen drangen aus der Tiefe empor, Wünsche, Träume und Wissen. Er schloss die qualerfüllt die Augen. "Silvio, Claudia-Magdalena, Gina und Sophia waren alles gute und gerechte Menschen, aber mein Vater war ein böser Mann.", sagte er dann schliesslich und verstummte dann. Warum hatte er angefangen davon zu erzählen....

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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Mo Dez 10, 2012 11:50 pm

Die kleine Vampirin streicht Tiziano leicht übers Haar.

'Ein Bastard, so so ...'
Ausser, dass er damit als Ehemann für eine adelige Jungfer so gut wie aus dem Rennen ist, verbindet das Mädchen nicht besonders viel mit diesem Begriff. Sie war immerhin noch ein paar Jährchen vom heiratsfähigen Alter entfernt gewesen, als sie aus dem Leben und damit aus der menschlichen Gesellschaft geschieden ist. Das war einfach kein Thema ihr gegenüber gewesen. Offenbar war es im Umfeld ihrer Familie zu keinen unangenehmen oder prominenten Fällen gekommen, die dann im ganzen Haus für Aufregung oder Tratsch gesorgt gehabt hätten. Trotzdem weiss sie natürlich, dass Bastarde als weniger wert gelten denn Abkömmlinge reinen Geblüts. Ihr Vater hatte es ein paar mal erwähnt, als er begonnen hatte, sich intensiv mit Ahnenforschung zu beschäftigen.
'Und dann sind die zu erforschenden Ahnen einfach so auf unserer Türmatte erschienen.' Annabelle schmunzelt ob dieser damaligen Entwicklung leicht in sich hinein. Dann versucht sie, sich den Stammbaum wieder ins Gedächtnis zu rufen, den sie vor so vielen Jahren das erste Mal zu Gesicht bekommen hat. Damals hat sie natürlich eine Version gesehen, die ihren Onkel und Cousin nicht vor ca. 800 Jahren platzierte. Seitdem sie in die Obhut Onkel Silvios gekommen ist, hat sie natürlich schon unzählige Male die richtige Version gesehen.

Sie gibt dem alten jungen Mann Zeit. Er hat jahrhunderte über Dinge geschwiegen, die ihm offenbar schwer auf der Seele lasteten und noch immer lasten. Ihr ist klar, dass er nun eben diese Zeit braucht, um verworrene Pfade entlang zu gehen, die schon sehr lange nicht mehr betreten, Tore aufzustossen, die schon sehr lange nicht mehr geöffnet worden sind. Doch als sie spürt, dass er kurz davor ist, einen Rückzieher zu machen, sagt sie mit sanfter Stimme:
"Ich erinnere mich an meinen letzten Sommer. Damals erforschte ich gerade unseren Garten, und da war diese furchtbar verwilderte Ecke. Papa hatte geboten, dort nichts anzurühren, da er herausfinden wollte, welche Pflanzen wie lange brauchten, um wieder ihre wilde Natur zu finden. Dort also hatte es mich hinverschlagen. Und mitten in diesem grünen Gewuchere sah ich die wunderbarste Rose, die ich jemals zu Gesicht bekommen hatte. Ich wollte sie mir von nahem besehen und bahnte mir also einen Weg. Und gerade, als ich meine Hand ausstrecken wollte, um sie zu berühren, bemerkte ich, dass der Stiel dieser Rose und der ganze Stock über und über voll war mit einer grässlichen, grünen, sich bewegenden Masse. Es war so widerwärtig, dass ich schnell zurückwich. Doch dann blieb ich stehen und sah noch einmal hin. Aus einiger Entfernung konnte man nichts mehr von dem Verdorbenen wahrnehmen. Da war nur noch dieses wundervolle Geschöpf, das sich der Welt entgegenreckte und sie mit seiner Schönheit und seinem Duft erfreute."


Zuletzt von Annabelle Derrington am Di Dez 11, 2012 5:01 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Lord Bentley Cunningham am Di Dez 11, 2012 3:57 pm

Mwahaha! Schmalz für alle! Twisted Evil
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Di Dez 11, 2012 5:00 pm

/ooc: Bei Euch hat das Schmalz ja jetzt eher zu knistern begonnen, falls man das überhaupt noch so nennen kann. Embarassed
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Di Dez 11, 2012 6:47 pm

/ooc: Ich komm anscheinend nicht schnell genug zum Schreiben Shocked Soll ich eine Umfrage starten, welcher thread am Schmalzigsten ist tongue

so jetzt aber wieder /ic:
Tiziano sieht hoch, "Aber trotzdem war das Ungeziefer noch da und hat wohl irgendwann die Rose vernichtet." Er setzt sich wieder in die Hocke. "Es ist schon in Ordnung. Das ist alles lange Zeit hier und ich kann versuchen ein besserer Mensch als mein Vater zu sein, Einai kalytero anthropo apo ton patera toy" Er versucht zu lächeln. "Allerdings glaube ich, ich werde kein Erfinder eines neuen besseren Blitzes werden" Sein fröhliches Wesen fängt wieder an die Oberhand zu gewinnen.

Er würde auf gar keinen Fall Annabelle mit dieser Geschichte belasten. Sie war vor langer Zeit passiert und damit vorbei- genau so war es.

"Aber wie geht es dir eigentlich jetzt? Alles in Ordnung?" Er sucht auf ihrem Gesicht irgendein Anzeichen von Schmerz oder einer Verletzung. "Ich denke, ich erzähle lieber meinem Herrn was passiert ist, bevor er irgendetwas von der Dienerschaft erfährt.", meint er dann noch tapfer.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Di Dez 11, 2012 7:31 pm

Kurz verengen sich ihre Augen. 'Nein! Du wirst dich jetzt nicht drücken! Dass das aus und vorbei ist, kannst du jemand anderem erzählen.' Frust wallt in ihr auf, wird aber nahezu sofort von Determiniertheit abgelöst.
"Erstens, es sind MEINE Bediensteten, und die Mitglieder meines Haushalts sollen sich hüten herumzuerzählen, wie unmöglich sich ihre Herrin benommen hat. Sonst finden sie sich im Handumdrehen auf der Strasse wieder", sagt Annabelle mit Bestimmtheit. Dieses Thema ist für sie beendet. Nach einer kurzen Pause spricht sie weiter, die Weichheit kehrt in ihre Stimme zurück: "Und zweitens glaube ich dir kein Wort. Einmal abgesehen davon, dass du mir meine wunderschöne Geschichte verdorben hast, was sehr ungezogen war von dir,..." Ein feines Lächeln huscht über ihr Antlitz. "....warst du gerade dabei, mir dein Herz zu öffnen und hast es nun wieder fest verschlossen." Ihr Blick wird traurig. "Ich hatte schon gedacht, es sei der Moment, in dem wir uns alles sagen könnten. Aber offensichtlich habe ich dein Vertrauen doch nicht verdient."
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Di Dez 11, 2012 10:00 pm

Das verfehlte natürlich seine Wirkung nicht. Annabelle konnte mit solchen Aussagen Tiziano ganz leicht manipulieren. Tiziano sah bestürtzt aus, "Nein, nein so ist es nicht. Ich würde Dir alles erzählen, aber...aber." Er kam wohl aus dieser Sache nicht mehr hinaus und die Frage blieb ja immer noch, ob er nicht diese Gelegenheit nutzen wollte, es Annabelle zu erzählen. Aber wie und wo sollte er anfangen. "Sie haben er lange vor mir geheim gehalten, sie wollten mich schützen...man nennt Bastarde auch Kinder der Liebe, aber ich bin ein Kind der Gewalt." Er hat den Anfang gemacht und fühlt sich seltsam erschöpft, so als hätte ihm dieser eine Satz alle Kraft gekostet. Wie würde Annabelle nun reagieren.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Di Dez 11, 2012 10:10 pm

'Was ...?' Annabelle ist verwirrt, doch dann erkennt sie, was er damit sagen will. 'Oh, Ärmster ....' Mitleid steigt in ihr empor, aber sie hütet sich, es ihm zu zeigen. Liebevoll streicht sie ihm über die Wange und blickt ihn abwartend an.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

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