[Annabelle]Der Geisterbann

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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Lord Bentley Cunningham am Sa Dez 15, 2012 7:45 pm

Sad Oh nein!!!
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Lord Bentley Cunningham

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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Sa Dez 15, 2012 10:09 pm

Tiziano sieht den Schatten, der sich zwischen ihn und Annabelle schiebt, genauso wie er es vorausgesagt hatte. Aber was hatte er erwartet. Er konnte sich das selber nicht verzeihen auch nicht einmal richtig verstehen warum er damals so gehandelt hatte, wie sollte es da jemand anderes tun.

Silvio de Luca hörte die Frage seines Childes. Er konnte noch nicht zurück, er musste zuerst über sie reden und er hätte einiges dafür gegeben hier noch einen Aufschub zu halten. "Mein erstes Childe", sagte er tonlos, "Lucinda. Sie hatte das Herz eines Kriegers und sie führte den Trupp an, der zu meiner Rettung ausgezogen war. Tiziano hatte sie informiert und gemeinsam mit einigen Vampiren, aber auch Menschen sind sie los. In dem daraufolgenden Kampf wurde sie getötet, Tiziano schwer verwundet und der elende Setit entkam". Der Schatten, den der Lasombra wirft, entwickelt eine merkwürdiges Eigenleben. Er wabert, wird dann leicht konturlos. Das alles bemerkt Annabelle für einige Augenblicke, dann ist alles wieder normal. Der Schatten war das einzige äusserliche Merkmal, der seelischen Qualen, die der alte Vampir spürte. Er musste fort von dieser Szene, die ihn wieder zu verschlingen drohte, zurück als er sie zum ersten Mal getroffen hatte. "Als ich sie zum ersten Mal traf, war sie tobend in einem Nonnenkloster. Man hielt sie für bessessen und schickte nach mir. Sie hatten sie in einen kleinen Raum eingesperrt und man hörte sie schon von Weiten schreihen. Ihre Mutter war bei ihrer Geburt gestorben und ihr Vater hatte wohl nicht so richtig gewusst wie er mit seinem einzigen Kind, einer Tochter, umgehen sollte. Er hat sie wie einen Sohn im Kampf erzogen und da sie das Herz dazu hatte gelang dieses. Es war auch klar, dass keiner der Brautwerber ihr das Wasser reichen konnte und so blieb sie unverheiratet. Das Unglück begann als ihr Vater nochmals heiratete und nun den ersehnten Erben bekam. Ihre Familie hat sie dann in ein Kloster abgeschoben, ein Ort wo sie so gar nicht hingehörte. Als ich diesen Raum betrat griff sie mich auch gleich, ich glaube mit einer Besenstange an. Es war nicht schwer zu sehen, dass sie wusste wie man mit einer Waffe umging. Ich wehrte ab, indem ich sie entwaffnete und so wurde ihr ebenfalls klar, dass ich ebenfalls ein Krieger war, auch wenn ich die Kleidung eines Bischofs trug. Wie ähnlich wir uns eigentlich waren, wirst du, liebe Annabelle, gleich sehen, wenn ich dir nun von unserer Familie erzähle. Habe ich dir schon jemals erzählt, dass deine Urahnin Sophia, meine jüngste Schwester war. Man sollte wahrscheinlich alle seine Geschwister gleich lieben, aber von all meinen Geschwistern war sie mir die Liebste". Er lächelt leicht bei dem Gedanken an Sophia und leicht kommt sie hereingeschwebt. Sie nickt Annabelle grüssend zu und bleibt dann direkt neben ihrem Bruder stehen, der sie nicht wahrnehmen kann. Dann gleitet sie hinüber zu ihrem Neffen und betrachtet besorgt, dessen unglückliches Gesicht.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Sa Dez 15, 2012 11:00 pm

Als Silvio von Lucinda erzählt, fühlt sich Annabelle auf einmal entsetzlich jung und bedeutlungslos. 'Oh mein Gott. Er muss sie über alles geliebt, aber vor allem geachtet haben. Wie soll, wie KANN ich je gegen diesen Schatten bestehen?'
Niedergeschlagenheit gesellt sich nun zu ihren ohnehin nicht gerade angenehmen Gefühlen. Automatisch huscht ihr Blick zu Tiziano, um, wie sonst auch, Trost durch seine brüderliche Art zu finden. Doch als sie sein niedergeschmettertes Gesicht sieht, zuckt sie fast körperlich zurück. Sie fühlt sich zurückgeworfen, fast als wäre sie in vollem Lauf gegen eine Wand geprallt. Das kleine Mädchen, das schon mehrere Dekaden zählt, fühlt sich furchtbar allein auf dieser Welt. Nur noch ansatzweise hat sie ihre Mimik und Körpersprache unter Kontrolle.

Doch dann erscheint Sophia im Raum. Es ist, als wäre Licht in die zerrüttende Dunkelheit des Raumes gekommen. Annabelles Bedürfnis nach jemandem, der sie durch diese qualvolle Episode begleitet, ihr beisteht, verhindert, dass sie ganz allein ist, wallt ihrer geisterhaften Mentorin entgegen - und auch die Zuneigung, die aus tiefsten Herzen kommt. Allein Sophias Anwesenheit vermittelt ihrem Schützling schon ein wenig Sicherheit. 'Reiss dich zusammen! Das hier ist nicht deine Geschichte. Das alles ist vor vielen hundert Jahren passiert, und auch wenn es tragisch war, war es damals und ist es auch heute nicht das Ende der Welt. Es ist auf jeden Fall kein Grund, sich jetzt von irgendwelchen Emotionen fortspülen zu lassen. Erst einmal zuhören, und dann kannst du überlegen und immer noch entscheiden, wie es jetzt weitergehen soll. Onkel Silvio erzählt das ja nicht nur, damit wir uns alle entsetzlich niedergeschlagen fühlen. Es gilt eine Lektion zu lernen, und die ist sicher nicht, sich wie ein kleines Kind flennend hinter den Vorhängen zu verstecken.' Sich so innerlich zurechtgewiesen habend, atmet Annabelle einmal bewusst ein und aus, setzt sich zurecht und glättet ihre Züge, bis sie wieder das Bild eines wohlerzogenen Mädchens abgibt.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am So Dez 16, 2012 11:52 am

/ooc: Der thread erinnert mich ein bisschen an die Kingskiller Chronicle Bücher Smile

Der Lasombra sieht Annabelle prüfend an, "Alles in Ordnung? Vielleicht sollen wir eine Pause machen?" Sein Blick fällt auch auf Tiziano, der ebenfalls total zerrüttet dort sitzt.

Ohne noch die Antwort abzuwarten steht er auf und öffnet eines der grossen Fenster. Nachtluft weht herein, belebende Kühle erfasst den Raum. Silvio erinnert sich plötzlich an das Gänsegeschnatter, an seinen Streich, den er als fünfjähriger gespielt hatte. Oh, was war sein Vater böse mit ihm gewesen. Er dreht sich um, bereit weiterzuerzählen, aber er muss sich sicher sein, dass sein "Publikum" bereit ist. Es bringt nichts eine Erschütterung auf die nächste zu häufen.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am So Dez 16, 2012 2:04 pm

/ooc: die Bücher kenn ich leider nicht. Kann nur sagen, das ganze hier finde ich echt toll.

Als Silvio ihnen den Rücken zuwendet, wandert Annabelles Blick sogleich zu dem anderen Mann. Widersprüchliche Gefühle sind darin zu lesen. 'Wie wird das nun mit uns weitergehen? ...... Ach was soll's, ich muss einfach mit dir sprechen.' Diesen Beschluss gefasst habend, kehrt ihre Aufmerksamkeit wieder zu ihrem Sire zurück. Dankbar sieht Annabelle ihn an: "Wie aufmerksam von Ihnen, Onkel. Ich weiss, es ist ungebührlich, Ihre Lektion zu unterbrechen, aber darf ich die Bitte an Sie richten, mir einen kurzen Augenblick mit Tiziano nebenan zu gewähren?"
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am So Dez 16, 2012 6:59 pm

Wieder wandert eine Augenbraue nach oben. Es war höchst ungewöhnlich wie gefragt sein Ghoul war, angefangen hatte alles als Mortimer entdeckt hatte, dass Tiziano wohl ganz gut mit diesem Photokasten umgehen konnte. Dann hatte er ihn noch für seine Zwecke während der Embrace seines Childes eingesetzt und ihn damit an dieses Photo-Gedichtbuch gebunden und Annabelle hatte immer ein gutes Verhältnis zu Tiziano gehabt. Was solls, dachte er.

"Gut!", sagte er, "ich werde hier warten!". Er wendet sich wieder um und sieht nach draussen. Er war so müde in letzter Zeit, aber er musste zumindestens noch eine Sache erledigen.

Tiziano fühlt sich etwas unbehaglich, steht aber auf, um Annabelle nach nebenan zu folgen.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am So Dez 16, 2012 8:49 pm

/ooc: Also bitte, Annabelles Verbindung zu Tiziano ist ja wohl kaum zu vergleichen mit diesem Toreador-Schnösel. Laughing

Bei der hochgezogenen Augenbraue zuckt Annabelle fast zusammen, kann es aber gerade noch verhindern. Das ungute Gefühl, eben einen Patzer begangen zu haben, bleibt. 'Autsch. Aber da muss ich jetzt wohl durch.' Einen Rückzieher kann sie jetzt ja wohl schlecht machen.

Im Nebenraum dreht die kleine Lady eine der Wandlampen ein wenig höher, so dass eine Sitzecke aus den Schatten hervortritt. Sie wirkt fast wie eine kleine, heimelige Insel. Mit einer Handbewegung fordert Annabelle Tiziano auf, in einem der Sessel Platz zu nehmen. Sie selbst jedoch setzt sich nicht, sondern stellt sich direkt vor ihn hin. Somit sind sie auf einer Augenhöhe. Ihr Blick sucht seinen und hält ihn fest. Ihre Augen sind weit und dunkel. Hinter ihr liegt der Raum im Dunkeln.

Wäre sie ein Mensch, würde ihr Herz nun rasen vor Aufregung.

Mit leiser, aber fester Stimme fragt sie: "War es das, was du mir erzählen wolltest? Vorhin, unter den Bäumen?"
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Lord Bentley Cunningham am So Dez 16, 2012 8:56 pm

/ooc: Also bitte, Annabelles Verbindung zu Tiziano ist ja wohl kaum zu vergleichen mit diesem Toreador-Schnösel.

Also, Mylady, ich muss doch sehr bitten!!! Suspect
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am So Dez 16, 2012 11:01 pm

/ooc: Laughing Ich find eure Kommentare im thread vom jeweilig anderen, sehr witzig.

Tiziano will eigentlich aufstehen, als er merkt, dass sich Annabelle nicht setzt, aber als sie zu ihm tritt bleibt er sitzen. Eigentlich sind sie auf Augenhöhe trotzdem wirkt er nun kleiner. Sein Gesicht ist absolut weiss, er sieht nun wirklich aus wie eine antike Statue nur dass das Gesicht von blonden Haaren umkränzt ist und die blauen Augen, äusserst lebendig wirken, in ihnen liegt Schmerz und Angst. Er nickt, er ist unfähig ein Wort zu sagen.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Mo Dez 17, 2012 6:58 am

Innerlich fällt ein (kleiner) Teil der Anspannung von Annabelle ab. Normalerweise würde sie jetzt versuchen, seinen Schmerz zu lindern, aber so weit ist sie noch nicht. Der Schock über die Erkenntnis, dass Tiziano, IHR Tiziano, etwas derart undenkbares getan hat, hält sie noch immer in seinen eisigen Klauen, in denen sie steif und starr hängt, emotional abgetrennt von anderen um sie herum. Noch. Noch kann sie nicht die Hand ausstrecken, um diese Distanz zu überbrücken. Und so ist sie auch noch nicht in der Lage, ihn physisch zu berühren.

"Du bist ein sehr mutiger Mann."

Dieser Satz hängt in der Luft, bis Annabelle schliesslich fortfährt: "Wie alt warst du damals? .... Warst du bereits sein Ghoul?" Sie ist bemüht, sich selbst sowie ihre Stimme unter Kontrolle zu halten, dennoch fällt auch ihr das Sprechen nicht leicht.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Mo Dez 17, 2012 9:33 pm

"Ich?", fragt er und sucht in ihrem Gesicht Spuren nach Sarkasmus.

Er seufzt gequält auf, "Ich war schon ein Ghoul, das passiert vor gar nicht langer Zeit. Fast 700 Jahre war ich damals alt, als es passierte. Ha, wie dumm von mir, mit der Information hätte ich nicht einmal viel anfangen können."
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Mo Dez 17, 2012 11:08 pm

Sie ist nicht sarkastisch. 'Ja, du. So etwas freiwillig über sich zu erzählen, jemandem dem man sehr mag, riskieren, dass derjenige sich dann von einem abwendet...das ist SEHR mutig. Ich hätte es, weiss Gott, nicht getan.'

Doch dann, seine zweite Antwort. Sie ist ein neuer Schock für Annabelle, hat sie doch erwartet, dass es schon ewig her gewesen ist, Tiziano gerade schon erwachsen, wenn überhaupt, eine Dummheit und Beeinflussbarkeit der Jugend, .... aber so? Nachdem er Jahrhunderte Zeit gehabt hatte, Silvio kennenzulernen .... Entsetzt weiten sich ihre Augen eine Spur. Es ist die einzige Reaktion in ihrem ansonsten ruhigen Gesicht. Ihre Stimme verrät sie allerdings, als sie etwas heiser meint: "So haben nicht einmal Jahrhunderte gerreicht, sich dein Vertrauen zu verdienen ...." 'Ob er so ein harter Herr gewesen ist? Aber selbst wenn .... Und wie konnte er ihm das jemals verzeihen?' 'Verräterisches Pack, sag ich doch.' [selbstzufriedenes Grinsen] Im Moment hat Annabelle dieser inneren Stimme wenig entgegenzusetzen.

".... ich habe nur noch eine Frage, dann sollten wir Onkel Silvios Geduld nicht weiter strapazieren. Was, um alles in der Welt, hat dich heute so bedrückt, dass du mir dieses Geheimnis verraten wolltest, um es zu erklären?" In ihrem Blick liegt ein leichtes Flehen, ihr einen Weg zu zeigen, wie sie ihm wieder vertrauen kann.

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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Mo Dez 17, 2012 11:31 pm

Als sie ihre Worte an ihn richtet, strahlt so etwas wie Hoffnung in seinen Augen auf, doch dann trifft ihn ihre Frage und er muss kurz nachdenken. "Alles ändert sich im Moment, der Earl wird auf einmal grausam und mein Herr.....er schläft solange in letzter Zeit. Es gibt Nächte, da ist er nur einige Stunden wach und die verbringt er grübelnd in einem Sessel in der Bibliothek oder er er betet in der Kapelle. Ich weiss nicht was los ist, aber am allermeisten beunruhigt mich das Gefühl, dass ich nicht mehr lange leben werde. Es gibt nichts was diesem Gefühl Substanz verleiht, aber nach all der Zeit in der Jahre zu Jahrzenten und dann zu Jahrhunderten wurden habe ich plötzlich das Gefühl zu wenig Zeit übrig zu haben."
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Mo Dez 17, 2012 11:40 pm

Tiefste Beunruhigung wallt in ihr hoch. Man kann es in ihren Augen sehen. Und dann, als er davon spricht, bald sein Ende zu finden, spürt Annabelle einen plötzlichen, heftigen Schmerz. Er ist so heftig, dass er die eisige Umklammerung des Schocks regelrecht zersprengt. Fort ist das doch eher intellektuellere Gefühle von Misstrauen, etwas tieferes hat es hinfortgespült. Ein gequältes "Nein!" entfährt ihren Lippen. Schlagartig hat sie Tränen in den Augen, blitzschnell umklammern ihre Hände die seinen, ihn festhaltend, bei ihr. Diesmal ist es keine bewusste Handlung, keine Zeit, ihre Hände für ihn anzuwärmen.

Angst. Angst, verlassen zu werden. Silvio, Sophia und Tiziano sind die einzigen "Menschen", die ihr geblieben sind, ihre einzige Familie. Sollte Onkel Silvio sich bald zurückziehen .... und Tiziano ist derjenige, der ihr am nächsten steht. Die überwältigende Angst eines Kindes, plötzlich ganz alleine in dieser grossen, dunklen Welt zu sein.

Einen Lidschlag später wirft sie sich ihm ganz in die Arme. Schluchzend klammert sich ein zehnjähriges Mädchen an ihn. So menschlich. Die Tränen strömen ihm nun über die Wangen, dunkle Flecken auf Tizianos Weste hinterlassend. "Du darfst nicht .... bitte, bitte verlass mich nicht .... lass mich nicht allein ........."
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Di Dez 18, 2012 4:41 pm

/ooc: auch ein cooler Signaturspruch Smile

Tiziano legt seine Arme um Annabelle. Da hatte er ja wieder ein schönes Schlamassel angerichtet, aber sie wollte es ja unbedingt wissen. 'Du trägst dein Herz zu sehr auf der Zunge' sagt sein Onkel schon seit Jahrhunderten, aber was konnte man machen, er war halt so. "Annabelle, so weine doch nicht. Soweit es in meiner Macht steht, werde ich dich nicht verlassen". Leicht streicht er ihr durchs Haar, noch nie waren die beiden mehr Geschwister als in diesem Augenblick.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Mi Dez 19, 2012 7:36 am

Aber jetzt, da der Bann gebrochen ist, gibt es kein Halten. Die Tränen fliessen und fliessen, ein Schluchzer folgt dem anderen und lässt den schmalen Körper in seinen Armen erbeben. 'Du verschwendest unser Blut!' [Unwille, Aufbegehren] Doch die überwältigenden, menschlichen Emotionen und die Tränen spülen die Stimme des Biests hinfort.
Es dauert seine Zeit, bis diese furchtbare Angst herausgeweint ist.

/ooc: die Frage ist, ob Silvio etwas hört, oder ob es ihm nicht zu lange dauert.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Mi Dez 19, 2012 2:49 pm

/ooc: Schwer zu sagen, dein Sire ist schwer einschaetzbar; er steht zumind. nicht in der Tuer. Aber Tiziano wird daran denken Smile

"Annabelle, bitte hoere auf zu Weinen", Tizianos Stimme hat einen flehenden Klang angenommen, indem auch soetwas wie Furcht mitschwingt. Er versucht ohne sich sonderlich zu bewegen, sein Taschentuch zu ziehen, um es Annabelle zu geben. "Wir sollten wieder nach nebenan gehen!"
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Mi Dez 19, 2012 6:47 pm

Nach einiger Zeit, und nachdem Tiziano etwas bestimmter geworden ist, kann er Annabelle von sich lösen und ihr sein Taschentuch in die Hand drücken. Das kleine Mädchengesicht sieht furchtbar aus, über und über mit verschmiertem, dunklen Blut bedeckt. Da wird ein Taschentuch allein wohl nicht genügen, um Annabelle wieder vorzeigbar zu machen. Irgendwie bekommt sie dann schlussendlich die Sorge des jungen Mannes mit, woraufhin ihre Vernunft wieder die Oberhand zu bekommen beginnt.
'Ich muss entsetzlich aussehen', schiesst es Annabelle durch den Kopf. Sie dreht sich halb von Tiziano weg und beginnt an ihrem Gesicht herumzurubbeln. Schnell muss sie erkennen, dass dieses Unterfangen hoffnungslos ist. Sie läutet nach Alfred, der natürlich sofort erscheint. "Sie wünschen, Mylady?" Annabelle wendet dem Butler den Rücken zu, als sie mit ihm spricht: "Alfred, bitte bringen Sie eine Waschschüssel - und vielleicht finden Sie eine Weste für Mr. de Luca." Mit einer knappen Verbeugung und einem "Sehr wohl" zieht sich Annabelles dienstbarer Geist wieder zurück.

/ooc: Hab das ganze mal ein bisserl beschleunigt. Hoffe, das ist o.k. für Dich.
btw. Wenn Du meinen Sire nicht einschätzen kannst, wer dann? Question
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Mi Dez 19, 2012 9:29 pm

/ooc: Naja die haben mittlerweile alle ein Eigenleben entwicklet Suspect. Denen fallen immer wieder ganz ungeplante Dinge ein No

Er kommt dann wieder mit der Waschschüssel. Weste hat er keine, dafür hat er Gallseife mitgebracht mit der Tiziano nun versucht, das Blut aus der Weste zu bekommen, was einigermassen gelingt. Während er seine Weste bearbeitet hat er sich umgedreht, damit sich Annabelle in Ruhe waschen kann. Er jetzt schon ziemlich fertig und er sehnte den Tag herbei, dann konnte er sich ebenfalls zur Ruhe begeben und die Sonne würde die melancholische Stimmung etwas lindern. Falls er die Nacht überlebte, dachte er bei sich.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Do Dez 20, 2012 8:08 am

Annabelle wäscht sich gründlich. Als sie ihrer Meinung nach fertig ist, wendet sie sich an Tiziano: "Könntest Du bitte sehen, ob ich etwas vergessen habe?" Innerlich seufzt sie auf: 'Es wäre alles viel einfacher, wenn ich mich im Spiegel betrachten könnte.' Während Tiziano einen kleinen Fleck an ihrer Schläfe mit dem nassen Tuch wegtupft, sagt sie leise ohne ihm dabei in die Augen zu schauen: "Es tut mir leid, was heute alles vorgefallen ist. - Ich werde wohl nach heute Nacht ein wenig nachdenken müssen, um meine Gedanken zu ordnen. - Aber es tut mir keinesfalls leid, was ich im Schatten der Bäume zu dir sagte." 'Auch wenn mir das nun so fern erscheint, als wäre es in einem anderen Leben gewesen.'
Als die Prozedur beendet ist, und die beiden wieder einen einigermassen passablen Anblick abgeben, strafft Annabelle ihre Schultern und meint mit fester Stimme: "Lass uns zu Onkel Silvio zurückkehren. Wir haben seine Geduld schon übermässig strapaziert." Spricht's und lässt sogleich Taten den Worten folgen. 'Hoffentlich ist er jetzt nicht böse, dass wir ihn so lange warten haben lassen.' Ein bisschen mulmig ist ihr schon zumute.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Do Dez 20, 2012 10:06 pm

Der Lasombra dreht sich um als sie dann den Raum betreten. "Alles besprochen?", fragt er und kommt dann wieder näher. "Wo war ich stehengeblieben...Ah ja, ich wollte nun zu der Geschichte meiner Familie kommen. Gibt es zu dem ersten Teil noch irgendwelche Fragen?" Er brauchte nun wieder einige Minuten, um in die Erzählung zu finden und mit dieser Frage, die keineswegs nur rhetorisch war, versuchte er sich geistig vorzubereiten, vielleicht sollte er etwas behutsamer sein, dachte er bei sich.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Fr Dez 21, 2012 6:42 am

Erleichterung durchflutet Annabelle, als sie bemerkt, dass Silvio ihr keineswegs gleich an die Kehle fahren wird. "Ich danke Ihnen für Ihre Geduld, Onkel. Ich bin jetzt bereit fortzufahren. Eine Frage hätte ich aber doch noch: in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis stand Tizianos Mutter zu Ihnen? Wer war sie?" Artig setzt sie sich wieder auf das kleine Sofa und sieht ihn aufmerksam an.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Fr Dez 21, 2012 2:15 pm

Der aeltere Vampir sieht einen Moment lang leicht geschockt aus, "Unsere Familie mag ja einige dunkle Geheimnisse haben, aber Inzest gehoert nicht dazu. Ich bin in keinster Weise verwandt mit Tizianos Mutter."
Dann wieder gefasst meint er, "Ich werde auf sie zurueckkommen, wenn es soweit ist." Er durfte sich nicht erneut hinreissen lassen irgendwo anzufangen. Es machte die Hintergruende nicht klar und genau die musste Annabelle kennen. Es war wichtig, dass sie dies bei allen Geschichten, die sie erreichten so verfuhr, ansonsten war nur Chaos und aufgewuehlte Gefuehle das Ergebnis.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Annabelle Derrington am Fr Dez 21, 2012 3:32 pm

Annabelles Miene bleibt unverändert trotz ihrer milden Verwunderung ob der Reaktion ihres Sires. 'Als ob Ehen zwischen Cousins und Cousinen etwas verwerfliches oder auch nur ungewöhnliches wären. Aber, wer weiss, vielleicht war das in Italien vor vielen hundert Jahren anders.' Sie nickt zur Bestätigung.
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

Beitrag  Storyteller am Fr Dez 21, 2012 4:35 pm

/ooc: bin noch in der Arbeit, muss was in meinen Unterlagen nachsehen. Werde Dir dann zu Hause antworten. Sorry, aber sonst krieg ich die Namen vielleicht durcheinander study

hihi, und Voldemort ist natuerlich nicht in Manchester Razz
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Re: [Annabelle]Der Geisterbann

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